Einlagensicherung-Check: Welche Bank sichert wie ab?
Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie wissen, wer im Ernstfall haftet. Dieser Check zeigt Ihnen in drei Schritten, wie Sie jede Bank prüfen — und welche Deckungssummen in Deutschland, der EU und der Schweiz gelten.
Schritt 1: Sitzland der Bank feststellen
Maßgeblich ist nicht, wo Sie wohnen, sondern wo die Bank ihren rechtlichen Sitz hat. Eine Bank mit Sitz in den Niederlanden fällt unter das niederländische Sicherungssystem, eine Bank mit Sitz in Spanien unter das spanische — beide mit derselben Deckungssumme von 100.000 €.
Schritt 2: Aufsichtsbehörde prüfen
Jede seriöse Bank unterliegt einer benannten Aufsicht. In Deutschland sind das BaFin und Bundesbank, im Euroraum zusätzlich die EZB für bedeutende Institute, in der Schweiz die FINMA. Fehlt eine klar benannte Aufsicht, ist das ein Warnsignal.
- Deutschland: BaFin und Deutsche Bundesbank
- Euroraum: EZB für bedeutende Institute
- Niederlande: De Nederlandsche Bank
- Spanien: Banco de España
- Schweiz: FINMA
Schritt 3: Sicherungssystem und Deckung
Innerhalb der EU gilt die Richtlinie 2014/49/EU: 100.000 € je Kunde und Bank, in der Regel innerhalb von sieben Arbeitstagen entschädigt. Viele deutsche Institute gehören zusätzlich einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds an, der darüber hinausgeht.
Wichtig: Die Grenze gilt pro Bank, nicht pro Konto. Mehrere Konten bei derselben Bank werden zusammengerechnet. Bei Gemeinschaftskonten verdoppelt sich der Schutz auf 200.000 €.
Größere Summen richtig verteilen
Wer mehr als 100.000 € anlegen möchte, verteilt das Kapital auf mehrere Banken. Beachten Sie dabei, dass mehrere Marken zum selben Institut gehören können — dann gilt die Grenze gemeinsam. Wir achten bei der Vermittlung darauf, dass Ihre Tranchen im geschützten Rahmen bleiben.
- Pro Bank maximal 100.000 € inklusive erwarteter Zinsen
- Zinsen bei der Planung mit einrechnen
- Markenzugehörigkeit prüfen — mehrere Marken, ein Institut
- Gemeinschaftskonto: 200.000 € geschützt
| Land | System | Deckung | Aufsicht |
|---|---|---|---|
| Deutschland | Gesetzliche Sicherung + freiwilliger Fonds | 100.000 € (+ freiwillig) | BaFin |
| Niederlande | Depositogarantiestelsel | 100.000 € | DNB |
| Spanien | Fondo de Garantía de Depósitos | 100.000 € | Banco de España |
| Großbritannien | FSCS | 85.000 £ | PRA / FCA |
| Schweiz | esisuisse | 100.000 CHF | FINMA |
Häufige Fragen
Wie prüfe ich, ob eine Bank sicher ist?
Prüfen Sie drei Punkte: Wo hat die Bank ihren Sitz, welcher Aufsicht unterliegt sie und welchem Einlagensicherungssystem gehört sie an. Innerhalb der EU sind Einlagen bis 100.000 € je Bank und Kunde gesetzlich geschützt.
Was passiert bei mehr als 100.000 €?
Beträge oberhalb der Grenze sind gesetzlich nicht abgesichert. Verteilen Sie größere Summen deshalb auf mehrere Banken oder nutzen Sie Institute mit zusätzlicher freiwilliger Sicherung.
Gilt die Sicherung auch bei ausländischen Banken?
Ja, innerhalb des EU-Binnenmarkts gilt die Richtlinie 2014/49/EU einheitlich. Zuständig ist immer das Sicherungssystem des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat.
Wie ist die Schweiz geregelt?
In der Schweiz sichert esisuisse Einlagen bis 100.000 CHF je Kunde und Bank ab. Bei einer Anlage in Euro über eine EU-Niederlassung greift zusätzlich die europäische Sicherung.
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Hinweis: Sanders Invest ist ein unabhängiger Vermittler und erbringt keine eigene Anlage- oder Steuerberatung. Zinssätze sind marktabhängig und können sich ändern; maßgeblich sind stets die Konditionen der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
