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Finanzlexikon: die wichtigsten Begriffe

Zinsprodukte sind einfacher, als ihre Fachbegriffe vermuten lassen. In diesem Lexikon erklären wir die Wörter, die Ihnen bei Festgeld, Tagesgeld und Steuern begegnen — kurz, klar und ohne Fachchinesisch.

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Begriffe
Zins & Steuer
Themen
verständlich
Sprache
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Aktualisiert

Warum die Begriffe wichtig sind

Wer Nominal- und Effektivzins auseinanderhalten kann, vergleicht Angebote deutlich treffsicherer. Und wer weiß, was eine Prolongation ist, verlängert sein Festgeld nicht versehentlich zu einem schlechteren Zins.

Begriffe von A bis Z

Abgeltungsteuer
Pauschale Steuer von 25 % auf Kapitalerträge, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Anlagebetrag
Die Summe, die Sie fest anlegen. Bei uns beträgt die Mindestanlage 10.000 €.
Bonität
Die Kreditwürdigkeit eines Schuldners, etwa einer Bank oder eines Staates. Sie wird von Ratingagenturen bewertet.
Effektivzins
Zinssatz unter Berücksichtigung von Zinsgutschrift und Zinseszins — die realistischere Vergleichsgröße.
Einlagensicherung
Gesetzlicher Schutz von Bankeinlagen, in der EU bis 100.000 € je Bank und Kunde.
Festgeld
Einlage mit fester Laufzeit und festem Zinssatz; das Kapital ist während der Laufzeit gebunden.
Flexgeld
Mischform aus Tages- und Festgeld: kurze Grundlaufzeit, danach Verfügbarkeit mit Kündigungsfrist.
Freistellungsauftrag
Auftrag an die Bank, Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag ohne Steuerabzug auszuzahlen.
Inflation
Allgemeiner Anstieg des Preisniveaus. Sie mindert die Kaufkraft von Erspartem.
Leitzins
Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld beschaffen bzw. anlegen können. Wichtigster Taktgeber für Sparzinsen.
Nominalzins
Der vertraglich vereinbarte Zinssatz ohne Berücksichtigung von Zinsgutschriftterminen.
p.a.
Per annum — pro Jahr. Standardbezug aller angegebenen Zinssätze.
Prolongation
Automatische Verlängerung des Festgelds zum Laufzeitende zum dann gültigen Zins.
Realzins
Nominalzins abzüglich Inflationsrate — zeigt den tatsächlichen Kaufkraftgewinn.
Referenzkonto
Ihr Girokonto, von dem eingezahlt und auf das ausgezahlt wird. Erhöht die Sicherheit.
Sparer-Pauschbetrag
Steuerfreibetrag für Kapitalerträge: 1.000 € je Person, 2.000 € bei gemeinsamer Veranlagung.
Tagesgeld
Verzinste Einlage ohne feste Laufzeit; täglich verfügbar, Zinssatz variabel.
Zinseszins
Zinsen auf bereits gutgeschriebene Zinsen. Wirkt umso stärker, je länger die Laufzeit ist.
Zinskurve
Darstellung der Zinssätze über verschiedene Laufzeiten. Invers, wenn kurze Laufzeiten höher verzinst werden.
Zinstreppe
Strategie, Kapital auf mehrere Laufzeiten zu verteilen, um Timing-Risiko zu senken.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Nominal- und Effektivzins?

Der Nominalzins ist der vereinbarte Zinssatz ohne Berücksichtigung der Zinsgutschrift. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich, wann und wie oft Zinsen gutgeschrieben werden — bei unterjähriger Gutschrift liegt er über dem Nominalzins.

Was bedeutet p.a.?

„Per annum“, also pro Jahr. Ein Zinssatz von 4,45 % p.a. bezieht sich immer auf ein volles Jahr, unabhängig von der tatsächlichen Laufzeit.

Was ist der Realzins?

Der Realzins ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Er zeigt, ob Ihr Geld tatsächlich an Kaufkraft gewinnt.

Was ist eine Prolongation?

Die automatische Verlängerung eines Festgelds zum Laufzeitende, üblicherweise mit gleicher Laufzeit, aber zum dann gültigen Zinssatz.

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Hinweis: Sanders Invest ist ein unabhängiger Vermittler und erbringt keine eigene Anlage- oder Steuerberatung. Zinssätze sind marktabhängig und können sich ändern; maßgeblich sind stets die Konditionen der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.